06.02.2012  11:06
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Erfolgreiche Schlichtung im Tarifkonflikt - Presse-Information 6/2011 Drucken E-Mail

Erfolgreiche Schlichtung im Tarifkonflikt

cantus und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens unter dem Vorsitz von Professor Georg Milbradt, dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, erstmals auf den Abschluss eines Tarifvertrages geeinigt. Im Beisein des Schlichters unterzeichneten heute die Vertragsparteien den Tarifvertrag, der eine Laufzeit von knapp drei Jahren hat.

Der Haustarifvertrag, der für alle Berufsgruppen bei cantus gilt, sieht eine jährliche Anhebung des jetzigen Entgeltes um durchschnittlich drei Prozent pro Jahr vor. Gleichzeitig verständigten sich cantus und GDL auf ein Entgeltniveau, das bei künftigen Ausschreibungen zugrunde gelegt wird. Darüber hinaus enthält der Tarifvertrag besondere Regelungen für Lokomotivführer (z.B. über die Betreuung nach traumatischen Ereignissen und bei Verlust der persönlichen Eignung). Außerdem enthält der Tarifvertrag erstmals Regelungen für den Fall des Übergangs von Verkehren zu oder von anderen Betreibern.

Ulrike Riedel, Verhandlungsführerin und Arbeitsdirektorin für BeNEX zum Abschluss des Tarifvertrages: „Unser besonderer Dank gilt dem Schlichter, ohne dessen Erfahrung und Verhandlungsgeschick eine Einigung nicht möglich gewesen wäre. Mit dem vorliegenden Tarifvertrag ist cantus an die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen.“ Andreas Ortz, Geschäftsführer cantus, ergänzt: „Wir können jetzt einen Tarifvertrag umsetzen, der nach den lang anhaltenden und zum Teil sehr scharfen Tarifauseinandersetzungen wieder Ruhe in die Belegschaft bringen kann.“

Kassel, den 20. November 2011

 
Presse-Information 5/2011 - Milbradt soll schlichten Drucken E-Mail

Der Finanzwissenschaftler und frühere Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Professor Georg Milbradt, wird die Schlichtung in der laufenden Tarif- auseinandersetzung übernehmen. Hierauf haben sich die cantus und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am gestrigen Abend geeinigt.

Das Schlichtungsverfahren beginnt am 30. August 2011. Für die Schlichtung ist eine Dauer von acht Wochen vorgesehen. Andreas Ortz, Geschäftsführer von cantus: „Wir freuen uns, mit Professor Milbradt einen versierten und erfahrenen Schlichter für diesen lange währenden Konflikt und den vor uns liegenden schwierigen Weg gefunden zu haben.“

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cantus erneuert Angebot an die GDL zur Schlichtung Drucken E-Mail

In der vergangenen Woche hatte die cantus der GDL angeboten, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt eine Lösung durch einen neutralen Moderator herbeizuführen. Die GDL macht eine Schlichtungs-zusage jedoch von Vorbedingungen abhängig. cantus erneuert das Angebot, ohne Vorbedingungen in die Schlichtung zu gehen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Presseinformation.

 
cantus fordert GDL zur Schlichtung auf Drucken E-Mail
Seit über zwölf Monaten laufen die Tarifverhandlungen zwischen cantus und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Um im Sinne der Fahrgäste und der Beschäftigten von cantus Bewegung in die festgefahrenen Tarifverhandlungen zu bringen, schlägt das Unternehmen jetzt eine gemeinsame Schlichtung vor. Auf diesem Wege wurde im Frühjahr schon der Durchbruch in den Verhandlungen mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) geschafft.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Presseinformation (pdf, 48 kb).
 
GDLreagiert negativ auf das Angebot vom 14.06.2011 - Politkampf auf dem Rücken der Beschäftigten Drucken E-Mail

Am 14.06.2011 legte cantus der GDL ein Schreiben vor, indem die Positionen der cantus zu den noch offenen Fragen eines möglichen Haustarifvertrags offengelegt wurden. Damit erfüllte cantus eine Vereinbarung, die bei der letzten Verhandlungsrunde am 27.05.2011 getroffen worden war.

In dem Brief unterbreitete cantus der GDL unter anderem folgendes Verhandlungsangebot für einen Haustarifvertrag:

· das heutige Lohnniveau wird für alle Mitarbeiter der cantus ab 01.01.2012 um 3 % und ab 01.01.2013 um weitere 3 % angehoben;

· die Altersversorgung der Pensionskasse, sowie Weihnachts-, Urlaubs- und die Erholungsbeihilfen werden zu den heutigen Bedingungen fortgeführt

· im Falle eines Betreiberwechsels werden 100 % der zu besetzenden Arbeitsplätze den wechselbereiten Beschäftigten angeboten; diese Mitarbeiter werden entsprechend ihrer Betriebszugehörigkeit in den Haustarif der cantus eingruppiert;

· Regelungen zur Qualifizierung von Lokführern

· Regelungen zur Absicherung bei Verlust der Fahrtauglichkeit und im Umgang mit traumatischen Ereignissen

· freiwillige Durchführung von Simulatortrainings.

Die GDL hat kurzerhand auf ihrer Internetseite dieses weitgehende Angebot negativ ausgelegt und erklärt, dass ohne die bedingungslose Akzeptanz des Ra-LfTV mit keinen weiteren Gesprächen gerechnet werden kann.

Die Geschäftsführung appelliert an die GDL-Spitze ihre Verantwortung für die Beschäftigten der cantus wahrzunehmen und – wie vereinbart – ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Gleichzeitig entschuldigt sich cantus bereits heute bei ihren Fahrgästen, falls es in den nächsten Tagen zu Streikmaßnahmen bei der cantus kommen wird und hofft auf Verständnis.
 
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